Neue Möglichkeiten

Beitrag von Stefanie Hennecke

Trotz all der Einschränkungen in der Zeit der Pandemie, eröffnen sich an manchen Stellen neue Möglichkeiten. Viele Vorträge, Konferenzen, Veranstaltungen zu Themen der Freiraumplanung sind kurzfristig abgesagt worden. Einige Institutionen haben Ihre Reihen aber auch ins Netz verlegt, wo sie jetzt online für diejenigen zugänglich sind, die nicht vor Ort leben.

So zum Beispiel die Vortragsreihe „California Dreaming“ des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München. Die Reihe bietet für die Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung viele interessante Vorträge immer montags von 18.30-20.00 Uhr via Videoschaltung: Programm.

Regenbogenfenster

Regenbogenfenster (Foto: Johanna Niesen)

Beitrag von Johanna Niesen

Es ist schon fast zu einem Wettstreit geworden: wer hat den schönsten, größten buntesten Regenbogen im Fenster. Es wirkt so, als sei diese Aktion von Eltern gestartet worden um ihre Kinder zu beschäftigen und um ihnen auf den täglichen Spaziergängen anhand der Regenbogen erklären zu können, dass auch andere Familien Abstand halten müssen, andere Kinder nicht in die Kita gehen dürfen, ihre Freunde / Freundinnen nicht sehen können und auch die Großeltern nicht besuchen.

(Fotos April 2020: Johanna Niesen, Göttingen)

Die Ästhetik des erstarrten Freiraums

Gesperrte Parkanlage (Foto: Daniel Münderlein)

Beitrag von Daniel Münderlein

Die raumwirksamen Konsequenzen der COVID-19 Pandemie zeichnen Bilder von dystopischen Geisterstädten, welche den gewohnten Vorstellungen von pulsierenden und lebendigen Freiräumen entgegenstehen. Leere Bürgersteige, abgesperrte Schulhöfe und Spielplätze oder geschlossene Parkanlagen sind die Folge von Auflagen wie ‚Phyiscal Distancing‘ sowie Ausgangsbeschränkungen, welche von der Exekutive zielstrebig und offensiv durchgesetzt werden. Erstarrte und entleerte Freiräume sowie das staatlich verordnete Freiraumfasten sind somit räumliche manifestierte Auswüchse epidemiologischer Schutz- und Mitigationsstrategien.

Der städtische Ruhepuls hat sich in den letzten Wochen drastisch verringert, was geneigten StadtspaziergängerInnen und UrbanistInnen jedoch auch die Möglichkeit neuer Betrachtungen bietet.  Der Kurzfilm Lockdown Berlin bettet diese Ausnahmeästhetik der erstarrten Freiräume der Millionenmetropole in zwanzig stimmungsvolle Minuten voller eindrücklicher Momentaufnahmen. Dieser cineastische Zugang erklärt die surreale Atmosphäre des Erstarrten städtischen Lebens zum Leitmotiv und zelebriert die einzigarte Ästhetik der Einsamkeit aus dem Lockdown.