Die Ästhetik des erstarrten Freiraums

Beitrag von Daniel Münderlein

Die raumwirksamen Konsequenzen der COVID-19 Pandemie zeichnen Bilder von dystopischen Geisterstädten, welche den gewohnten Vorstellungen von pulsierenden und lebendigen Freiräumen entgegenstehen. Leere Bürgersteige, abgesperrte Schulhöfe und Spielplätze oder geschlossene Parkanlagen sind die Folge von Auflagen wie ‚Phyiscal Distancing‘ sowie Ausgangsbeschränkungen, welche von der Exekutive zielstrebig und offensiv durchgesetzt werden. Erstarrte und entleerte Freiräume sowie das staatlich verordnete Freiraumfasten sind somit räumliche manifestierte Auswüchse epidemiologischer Schutz- und Mitigationsstrategien.

Der städtische Ruhepuls hat sich in den letzten Wochen drastisch verringert, was geneigten StadtspaziergängerInnen und UrbanistInnen jedoch auch die Möglichkeit neuer Betrachtungen bietet.  Der Kurzfilm Lockdown Berlin bettet diese Ausnahmeästhetik der erstarrten Freiräume der Millionenmetropole in zwanzig stimmungsvolle Minuten voller eindrücklicher Momentaufnahmen. Dieser cineastische Zugang erklärt die surreale Atmosphäre des Erstarrten städtischen Lebens zum Leitmotiv und zelebriert die einzigarte Ästhetik der Einsamkeit aus dem Lockdown.

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