Flatterbandtennis:

Beitrag von Stefanie Hennecke

Auch als die Spielplätze wieder geöffnet wurden, blieben die  öffentlichen Sport- und Bolzplätze in Berlin weiterhin geschlossen und das immer wieder aufs Neue verknotete Flatterband verwehrte den Nutzer*innen den Zutritt. Ähnlich wie in Ithaca, NY der Basketballkorb – siehe Beitrag von David Yearsley – wurde auf einem öffentlichen Tennisplatz zusätzlich das Netz abmontiert. Aber findige Spieler*innen eigneten sich zu diesem Zweck bereits Anfang April das Flatterband an, das sie eigentlich vom Spielen abhalten sollte.

(Fotos 11.04.2020: Stefanie Hennecke)

Geschlossene Bildungsfreiräume

(Foto 19.April 2020: Stefanie Hennecke)

Beitrag von Stefanie Hennecke

Weltweit wurden Schulen, (Volks-)Hochschulen und Universitäten im analogen Raum geschlossen und verlegten den Unterricht die digitale Welt.

(Fotos 19. und 20.April 2020: Stefanie Hennecke)

Inzwischen werden die Gebäude für den Unterricht und den Prüfungsbetrieb nach und nach wieder geöffnet. Die Forderung nach einem Abstand von 1,5 Metern stellt die verantwortlichen Direktorien aber vor große raum-logistische Herausforderungen. Zeitlich versetzte Pausen, Markierungen auf dem Schulhofgelände mit der Anweisung, ausschließlich innerhalb der Kreidekreise zu stehen und ein Einbahnstraßensystem beim Betreten, Durchqueren und Verlassen der Schule sind die Konsequenzen für die Freiräume auf dem Schulgelände. Das vor der Schule abgestellte Fahrrad kann nur durch einen Spaziergang außen rund um die Schule wieder erreicht werden.

(Fotos Mai 2020: Gregor Hennecke)

Rituale des Bringens und Abholens der Grundschulkinder durch Eltern werden aus hygienischen Überlegungen untersagt.

(Fotos 10.05.2020: Stefanie Hennecke)

Wie das bisherige Raummodell Schule und Hochschule in absehbarer Zeit unter der 1,50-Meter-Abstandbedingung wieder in Betrieb genommen werden kann, bleibt weiterhin völlig unklar. Das sind keine optimistisch stimmenden Aussichten für das kommende Schuljahr und Wintersemester. Vielleicht inspirieren sie aber Planer*innen zu neuen Schulraumkonzepten diesseits des digitalen Raums?